was weiß weiß … ?

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was weiß weiß … ?
Lorenzo Gazilia Thiele, Dirk Thiele, Michel Chevalier, Judith Haman, Heiner Metzger

Eröffnung: Samstag, 14. Februar 2026, 17 Uhr
Installation: Judith Haman

18:00 Uhr / Video: Lorenzo Gazilia Thiele “Shiro“
18:30 Uhr / Solokonzert: Heiner Metzger “foamtable“
19:00 Uhr / Vortrag: Michel Chevalier “In der weißen Zelle“ von Brian O'Doherty (1976) – Eine Fortsetzung der Kritik.
20:30 Uhr / Performance: Dirk Thiele “Die Masken der weißen Dämonen“ + Königin-Pasteten, vegan und ganz in weiß.

Ausstellung: 15. – 22. Februar 2026

Öffnungszeiten: Sa + So, 15 – 18 Uhr

was weiß weiß …?
In der weißen Galerie des Künstlerhauses Bergedorf thematisieren die fünf Künstler:innen Wirkung, Gebrauch, Klang und Vorkommen der weißen Farbe mit verschiedenen Medien:
Lorenzo Thiele Galizia in seinem Video - Shiro (Weiß). "Tag ein Tag aus den gleichen Eindrücken ausgesetzt, den gleichen Farben, der gleichen Nahrung, dem gleichen Gefühl auf der Haut, weder Gerüche noch Geschmack. Sinne werden benutzt aber kein Sinn wird gefördert. Man kriegt kaum Schlaf in einem immer belichteten Raum, das Gefühl für Zeit ist nicht existent.  Der Raum verschlingt einen und man verliert sich selbst."

Dirk Thiele zeigt 100 Fotos mit weißen Assoziationen. Und in seiner theatralen Performance "Die Masken der weißen Dämonen" mit zehn fast weißen Masken kann sich das Publikum die Masken aufsetzen und dann zu Dämonenspielern werden. Eine große Papiermaske circa 250 cm x 250 cm wird nach draußen durch die Straßen getragen. Dirk Thiele spricht dazu den Text " Das weiße Theater" an der Innenalster. Die Geschichte der versteckten Juden im Thalia Theater Hamburg. Bei seiner Performance kredenzt er kleine Königin Pasteten, vegan und ganz in weiß.

In dem Vortrag „In der weißen Zelle“ von Brian O’Doherty (1976) — Eine Fortsetzung der Kritik" skizziert Michel Chevalier den Essay "Inside the White Cube" von Brian O'Doherty und aktualisiert eine Kritik der Ideologie des Kunstmarkts.

Mit einer Rauminstallation aus Watte Körpern bearbeitet Judith Haman den Galerieraum, verändert Blickwinkel und inszeniert den Raum als imaginäres Bild. Und zeigt Bilder, unter einer letzten weißen Schicht aus Öl, Tempera und Watte.

Ein Tisch als Instrument - soundtables nennt Heiner Metzger gefundene und selbst gebaute Tische, mit denen er seit 2005 Sounds, Noisetexturen und Rhythmen improvisiert. Zunächst mit Bestecken, Bürsten, und anderen Haushaltsgegenständen bespielt, wechselte er in der Folge mehr zu Flächen, Kegeln und Halbkugeln aus Styropor. Für sein Konzert am Eröffnungsabend baut er einen Styroportisch, dem er mit Cellobogen und Objekten aus Pappe, Metall und Holz auch weißes Rauschen entlockt.

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Die Ausstellungen und die Website werden mit Mitteln des Bezirksamtes Bergedorf und der Kulturbehörde Hamburg gefördert.

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