MARDOM Bianca Müllner & Farideh Jamshidi

MARDOM

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„MARDOM“ Unter dem Titel Mardom haben sich die beiden Künstlerinnen Farideh Jamshidi und Bianca Müllner zusammengefunden. Schnell erfasst man den Zusammenhang der auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Arbeiten: Es geht um Körper. Hajo Schiff beschreibt die ornamentalen Werke von Farideh Jamshidi eindringlich:

[...] „Farideh Jamshidis Ornamente enthalten nicht nur die potentiell unendliche Spiegelung von Linien, sie enthalten auch konkrete Abbilder, vor allem von rohem Fleisch. Das ist im Sinne der einen Kultur ein Sakrileg, im Sinne der anderen, eine Erweiterung. Man muss es nicht wissen, aber die Ausgangsbilder für die Großmontagen sind Aufnahmen der Inszenierung des eigenen Körpers, wenn auch nicht des eigenen Fleisches. Mit solchen individuellen Elementen angefüttert, wird die Abstraktion unendlicher Verschlungenheit auf die individuelle, ganz grundlegende Realität geerdet. [...]“

Im August 2021 bespielt Bianca Müllner erstmals einen Raum, der in seinem Kern eine Videoinstallation einbettet. Die Arbeit der Künstlerin lebt über Oberflächenstrukturen. Stoffe, transparent oder undurchsichtig, werden gemischt wie Farbschichten, ergeben neue Farbnuancen. Farben von Hauttönen bis bonbonfarbenem Rosa oder Pink. Farbdarstellungen, durch Unschärfen und verpixelte Motive von Körpern oder durch die digital übersetzten Lichtverhältnisse verfälscht, spielen auf das Virtuelle des Datentransfers an. Sie sind künstliche Wiedergabe der angebotenen Versionen von Körpern und Körperlichkeit in der digitalen Übersetzung. Zum ersten Mal hat die Künstlerin für diese Ausstellung mit lebendigen Modellen gearbeitet.

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Die Ausstellungen werden mit Mitteln des Bezirksamtes Bergedorf und der Kulturbehörde Hamburg gefördert.

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