Künstlerhaus Bergedorf

Möörkenweg 18 b-g

21029 Hamburg

 

S121 bis Bergedorf,

Ringlinie 135 bis Haltestelle Hermann–Distel–Straße

 

Öffnungszeiten:

Sa. & So. von 15 - 18 Uhr

sowie nach Vereinbarung

info@markslavin.eu 

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Kulturbehörde Hamburg, Bezirksamt Bergedorf

 

 

In ihrer Malerei erforschen Thorsten Dittrich, Jens Rausch und Mark Slavin, die verschiedensten Ebenen der Realität. Im Spannungsfeld zwischen Fiktion, Sehnsuchtsort und historischer Überlieferung entstanden Werke, die das Medium Malerei zu neuen visuellen und konzeptuellen Ebenen führt. Die drei Künstler sind dabei stets auf der Suche nach der besonderen narrativen Vision; sowohl nach der eigenen als auch der fremden. Dies umfasst die Dinge und Orte, die sich der rationalen Sicht verschließen und der Kunst bedürfen, um ihre Wirkungssphäre dem Betrachter zugänglich zu machen. Sie schichten Farben auf-und nebeneinander, öffnen den Bildträger und decken ihn wieder zu, so dass im Prozeßhaften die inneren Visionen sich Bahn brechen. Im Verhältnis von Gesehenem und Gedachten, von Realem und Wahrgenommenen entsteht ein Spannungsverhältnis innerhalb dieser drei autonomen Positionen, welches ein weites Feld der Erforschung, sinnlichen Wahrnehmung und intellektuellen Durchdringung eröffnet.

Thorsten Dittrich, geboren 1967 in Hamburg, arbeitet primär in Serien, die von einer Grundstimmung leiser Melancholie und bruchstückhafter Spiegelung innerer Welten geprägt ist. Abstrahierte vegetabile und architektonische Formen interagieren mit spontan gesetzten ungegenständlichen Formen, die sich nicht eindeutig identifizieren lassen aber an Bekannteserinnern. Die Kompositionen fügen sich zu vielschichtigen mentalen Landschaften zusammen, denen ein bühnenartiger Aufbau zu eigen ist. Der Künstler bewegt sich in seinen chromatisch zurückhaltenden Werken im Spannungsfeld zwischen freier malerischer Geste und farblich verdichteten Flächen.

Jens Rausch, geboren 1976 in Fulda, lebt und arbeitet derzeit in Hamburg. Charakteristisch für Rausch’s Werkkomplexe ist der visuelle und methodische Bruch mit der subjektiven Wahrnehmung des Betrachters, welchen Rausch thematisch wie auch stilistisch immer wieder provoziert. In seinen Prozessarbeiten ergänzt Rausch die faktische Beschaffenheit der gestaltenden Materie selbst zum konstituierenden Element seiner Kunst. Materialien, die oft selbst aus Verstoffwechslungsprozessen entstanden sind (z.B, Ruß, Bitumen, Eisenoxid), schichtet er sowohl in der Bild als auch in der Bedeutungsebene so auf, dass sich Kreisläufe visuell wie konzeptionel ldarin vereinen und auf der Oberfläche des Bildträgers sichtbar werden.

Mark Slavin, geboren 1987 in St. Petersburg, Russland lebt und arbeitet in Hamburg. In seiner Serie „Dialoge“ bezieht er sich auf die räumliche Analyse der klassischen Malerei, die er als Basis für seine Arbeit verwendet. In seinem künstlerischen Prozess fragmentiert er den Raum des Bildes und zersplittert diesen in viele Teile. Diese Welt erinnert an Kaleidoskope, in welchem Farbglasstückchen neugeordnet werden, um im nächsten Moment erneut zu zerfallen. Slavin tritt hier in einen Dialog mit den alten Meistern, deutet die archetypischen Sujets um und ordnet das aus den Splittern bestehende Chaos zu einer neuen Realität. Diese Sichtweise erfordert die Verwendung unterschiedlicher Techniken: Slavin verbindet Elemente aus der Computergrafik, vielschichtigen Malerei, sowie unterschiedlichen Fakturen und Schablonen.