Künstlerhaus Bergedorf

Möörkenweg 18 b-g

21029 Hamburg

 

S121 bis Bergedorf,

Ringlinie 135 bis Haltestelle Hermann–Distel–Straße

 

Öffnungszeiten:

samstags und sonntags

15 – 18 Uhr und nach

Vereinbarung.

 

Tel. 040 / 866 85 326

Mob. 0173 239 76 42

 

 

Das Künstlerhaus Bergedorf
wird gefördert durch die
Kulturbehörde der Freien und
Hansestadt Hamburg und vom
Bezirksamt Bergedorf

 

 

Peter Heber setzt sich mit der Analogie von Mal- und Naturprozessen in seinen Bildern auseinander. Er entwickelt vielfältige bildnerische Strukturen und eine differenzierte Farbigkeit im Arbeitsprozess. Ausgangspunkt ist die Naturbetrachtung und -erfahrung, die zum Anlass seiner Malerei wird. In seinen Arbeiten werden assoziativ Strukturen und Prozesse der Natur wahrnehmbar. Es wird sowohl der Blick auf dem Mikrokosmos, als auch der Blick auf dem Makrokosmos der Welt in zum Teil abstrakt anmutenden Malereien und Fotografien thematisiert.

In der Ausstellung im Künstlerhaus Bergedorf wird ein großformatiger, neunteiliger Linolschnitt auf Leinwand aus der Serie „Lost in Space“ gezeigt. Diese mittels durchlöcherten Linoleum-Platten gedruckte Malerei thematisiert gewissermaßen den Makro-Blick in den Kosmos. Übermalte mehrteilige Linolschnitte auf Leinwand aus der Serie „Lost in Space, Silver Cloud“ und „Süderbrarup“ werden im Ausstellungsraum diesem großen Linolschnitt gegenübergestellt. Neben dem assoziativen Blick in die Ferne könnte die Arbeit „Süderbrarup“ den Blick auf die Natur aus der Nähe thematisieren. Diese mehrteilige panorama-artige Arbeit thematisiert die erinnerte Naturwahrnehmung in einem Moorgebiet des Ortes Süderbrarup in Angeln (Schleswig-Holstein).
In allen Arbeiten geht es um den Malprozess, um die adäquate malerische Umsetzung und Findung der Bildzustände, die auf die Naturwahrnehmung verweisen können. Hierbei ist auch eine subjektive mehrdeutige Auslegung der Bilder intendiert.

Die gezeigten Fotografien sind nach ihrem Entstehungsort „Hannover“ benannt. Die fotografischen Arbeiten setzen sich mit dem Licht und dem Lichteinfall in Hohlräumen und durch Strukturen auseinander. Sie entstanden parallel und im künstlerischen Dialog mit den kleinformatigen Malereien aus der Serie „Licht“ und thematisieren einen Blick auf den Mikrokosmos. Sie bringen gewissermaßen das Licht aus der Dunkelheit ins Bild.
Mit der Vorstellung aus unendlich bewegten kleinen Strukturen Bilder zu finden, sind die Bilder aus der Serie „Quantenschaum“ in einem sehr experimentellen Malprozess entstanden. Diese Bilder zeigen vielfältige malerische Strukturen und erscheinen der Sicht durch ein Lichtmikroskop ähnlich zu sein. In dieser Serie lässt Peter Heber in einem den Zufall provozierenden Malprozess die Bild-Entstehung fast wie von selbst entstehen. Jedoch sind diese Bilder nicht wirklich zufällig, sondern im Malprozess gesteuert und in mehrfachen Mal-Schichten entstanden. Diese Bilder sind geprägt von einer intensiven Suche nach malerischen Strukturen und differenzierten Farben.